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Simon's Town und Kapstadt

12.01.2016

Sightseeing in Simon's Town
Unser Neujahrsspaziergang führt uns nach Boulders Beach, eine DER Touristen Attraktionen hier vor Ort, wie sich schnell herausstellt. Tausende von putzigen Brillen-Pinguinen stehen Tausenden von Touristen aller Nationen als Hintergrund für Selfies aller Art zur Verfügung.

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Cape Point und Straussenfarm

Zusammen mit Sebastian und Rainer von der Levada unternehmen wir einen Ausflug zum Cape Point. "Cape Point" meint die äusserste Kapspitze mit dem Leuchtturm drauf. Das "Kap der guten Hoffnung" ist ein Felsen davor. Ist zwar nicht wichtig, aber touristisch gesehen wird hier klar unterschieden! Der Ausblick von oben ist auf jeden Fall sehr schön. Unten, vor dem offiziellen Schild stehen die Touristen Schlange um sich dahinter fotografieren zu lassen.

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Im Anschluss besuchen wir eine Straussenfarm. Zwei Show-Strausse mit Namen Bonnie und Clyde sind am Farmeingang zu begucken, danach gehts direkt in den Verkaufsraum. Hier können wir Strausseneier in allen möglichen Variationen für relativ kleines Geld und Straussenleder-Handtaschen und Acsessoires für etwas grösseres Geld (nicht wenige zum Preis eines Gross-Segels, wie Kai anmerkt) erwerben. Im angrenzenden Restaurant servieren sie leider kein Straussenei-Omelette, was ich gern einmal probiert hätte.

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Unsere Weiterreise nach Kapstadt wird wegen Starkwind um einen Tag verschoben. Abends verfolgen wir per Kanal 16, wie zwei Yachten in unmittelbarer Nähe in Schwierigkeiten geraten und Hilfe erbitten. Rescue 9 und 10 laufen aus und geben Unterstützung. Wir fühlen uns etwas an Mike Peyton erinnert: "Es gibt nichts Besseres als einen Sturm im sicheren Hafen und in Kanal 16 reinhören...."


Cape of good Hope

Am nächsten Morgen laufen wir früh aus. Bis zum Kap sind es 10 Seemeilen, die wir Schlag für Schlag aufkreuzen. Am Kap verlässt uns der Wind, sodass wir kurzzeitig motoren. Bis wir das Kap komplett gerundet haben, sind sieben Stunden ins Land gegangen. Es ist sehr diesig, jedoch zeigt sich das Kap dann doch noch mal von seiner schönen Seite.

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Eindeutig ist ja das "Kap Agulhas" der südlichste Punkt Afrikas. Trotzdem gilt das 'Kap der guten Hoffnung' als eigentlicher Übergang zwischen dem Indischen Ozean und dem Atlantik. Diese Wirkung bekommen wir hautnah zu spüren. In der False Bay war das Wasser deutlich wärmer und die Temperatur im Boot ist durch das kältere Atlantikwasser in Kapstadt deutlich kühler geworden.
Auf der Strecke zwischen dem Kap und Kapstadt (circa 40 Meilen) entlang der wunderschönen Küste dürfen wir einige lokale Wetterphänomene erleben. Zunächst wird es immer diesiger, dann kommen wir durch Nebenfelder, die jedoch den Blick auf die Berge freilassen. Und zur Krönung des Tages gibt es einen faszinierenden Sonnenuntergang, der die Südseite des Tafelberges in einem warmen afrikanischen Rot erstrahlen lässt.

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Royal Cape Yacht Club

Später am Abend erreichen wir gegen 23.00 den Hafen von Kapstadt (Table Bay Harbour). Ganz am hinteren Ende befindet sich der R.C.Y.C. (Royal Cape Yacht Club).
Es ist komplett windstill als wir festmachen und als erstes fällt auf, dass es hier schlimmer stinkt als Skagen, Thyboron und Grenaa zusammen.
Am nächsten Morgen checken wir hier offiziell ein und haben Glück mit dem Liegeplatz, der uns einen freien Blick über den Hafen bietet. Der R.C.Y.C ist ein grosser Club mit einer ausgeprägten Regatta Tradition, wie schnell auffällt. Im Kürze startet hier wieder die internationale Kapstadt-Brasilien Regatta. Überhaupt ist das Segler-Clubleben hier in Sdafrika sehr aktiv. Die Clubanlage ist ausgesprochen gross und die Clubbars mit angrenzendem Restaurant sind abends immer gut besucht. Die Clubs hier betreiben insgesamt sehr rege Aktivitäten. Über Nachwuchsprobleme müssen die sich hier offensichtlich keine Sorgen machen.

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Kapstadt: Tafelberg und gute Tropfen

Von unserem Liegeplatz aus schauen wir ganz idyllisch direkt auf den Tafelberg, der sich uns meistens ohne sein Tischtuch aus Nebel präsentiert. Der Gestank vom ersten Abend weicht bald einem intensiven SO, der morgens etwas schwächer, aber abends mit gefühlter Sturmstärke über den Hafen kachelt. An Bord schaukelt und krängt es manchmal derart, dass man meinen könnte, man befindet sich auf See.
Am ersten Tag schauen wir uns zunächst in Central Kapstadt um und erkundigen uns in der Tourist Information über mögliche Unternehmungen und buchen direkt eine ganztägige Winery-Tour für den Folgetag.
Am Abend erreicht dann auch die "Levada" Kapstadt, die Simon's Town nach uns verlassen hat. Mit tatkräftiger Unterstützung der "Wandering Dream" Crew kommt sie bei uns längsseits.

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Die "Winery-Tour" führt uns in die Anbaugebiete von Paarl, Franchhoek und Stellenbosch. Wir erfahren viel über die Geschichte des Weinanbaus, Weinherstellung und Lagerung und riechen, schwenken, schnüffeln und schlürfen uns doch die unterschiedlichen Reben. Wir bewegen uns dabei im Hinterland der sogenannten "Garden Route" und geniessen wunderbare Ausblicke auf die blühende Landschaft.


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Die weltreisenden Bücher

Nach so viel Unternehmung ist ein Hafentag angesagt, den wir zum Wäsche waschen nutzen. Während die Duschen und Waschräume hier schon schicken und vor allem super sauberen Hotelstandard haben, ist die Laundry überraschenderweise nicht ganz so "royal". Auf dem ziemlich ekligen Tisch, der eigentlich zum Wäsche zusammenlegen gedacht ist, befinden sich, wie in jeder Segler-Laundry Bücher, die die Segler zum Tausch da lassen bzw. mitnehmen. Auf diese Weise reisen die Bücher ebenfalls um die Welt, und das finde ich bemerkenswert. Mit Michael von der "Sinus" haben wir in Durban einen ganzen Schwung Bücher ausgetauscht. Und da viele der Segler den Schiffsnahmen und Standort in den Büchern vermerken, kann man genau sehen auf welcher Route die Bücher schon gereist sind. Ich lese zur Zeit "Sand" von Wolfgang Herrnsdorf (gut geschrieben, aber eine wirre Geschichte), welches 2014 auf der "Abora" zu Hause war, dann auf "Odin 7" bis nach Suva/Fiji Inseln angeheuert hat, danach für eine Zeit auf "Coolrunning" bis zu den Solomonen mitgeseglet ist, dort auf "Sinus" umgestiegen ist und nun wird es seine Reise über den Atlantik mit "Phaleron" antreten und sich vermutlich in der Karibik ein neues Boot suchen.

Tafelberg, Hop On - Hop Off, Botanischer Garten und Robben Island

Es gibt hier ein tolles Angebot, welches mit einem roten Doppeldecker Bus verschiedene Routen durch ganz Kapstadt beinhaltet. Man kann dabei so oft man möchte aussteigen, sich umsehen und dann die Tour fortsetzen. Die Tour wird durch einen Audio-Guide über Kopfhörer in allen möglichen Sprachen begleitet. Diese Tour buchen wir gleich 2 Tage hintereinander und besuchen so den Tafelberg (allerdings nur bis zur Talstation. Der Ausblick dort war schon klasse, aber die Schlange zum Lift ganz nach oben war uns dann doch zu lang), den Botanischen Garten (wunderschön) und wir sehen Kapstadts Badeorte.
Nach Robben Island buchen wir eine Halbtagestour. Mit der Fähre geht es etwa 45 Minuten hinber zu der Insel, auf der Nelson Mandela 18 Jahre lang inhaftiert war. Ehemaige Häftlinge begleiten die Tour vor Ort und erklären uns die Vorgänge dort. Es fällt auf, dass sie dies nicht verbittert, sondern mit einem ganz charmanten Humor machen.

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Nach all den Erlebnissen in den letzten 4 Wochen, die so rasend schnell vergangen sind, sitzen Kai und ich nun an Bord und sind traurig, dass ich morgen wieder heimfliege. Kai wird Kapstadt in Kürze verlassen, denn er hat dringende Termine: Am 27.03 erwarte ich ihn auf St.Maarten/St.Martin!